Verschenke Umarmungen an Freunde, Bekannte und Fremde.
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Freitag, 15. August 2014

Leipzig: Einmal hoch hinaus, bitte! :-)


City-Hochhaus Leipzig
Heute war ich in Leipzig unterwegs und dieses Mal gab es wieder eine Neuerung. Zum ersten Mal hatte ich meine Tochter Vanessa dabei, die schon ganz aufgeregt war, weil sie den Hugs Bunny endlich live und in Aktion erleben wollte. Also sind wir mit dem Auto in die Stadt gefahren, wo ich mir auf offener Straße mein Hasenkostüm übergestreift habe. Unser Plan war zunächst einmal gemeinsam die Innenstadt zu erkunden und anschließend das sogenannte City-Hochhaus Leipzig hinauf zu kraxeln. Den Leipzigern ist das City-Hochhaus auch bekannt als Uni-Riese, MDR-Riese, Weisheitszahn oder ähnliches. Ich bezeichne es meist als Uni-Riese, weil ich es als Kind unter diesem Namen kennengelernt habe. Ja genau. Die Geburts- und Heimatstadt des Menschen hinter dem Hugs Bunny ist Leipzig. :-)

So zogen wir also los und die Idee war, dass ich Menschen umarme, und zwar so viele wie möchten, während Vanessa Fotos macht, und zwar so viele wie sie möchte. Was die Fotografie angeht, da ist meine Tochter fast schon ein kleiner Profi, aber falls die Bilder dennoch hier und da ein wenig unscharf sein sollten, dann bitte ich dies zu entschuldigen, denn Vanessa ist gerade einmal 5 Jahre jung und für ihr Alter macht sie großartige Fotos.

Auf dem historischen Marktplatz Leipzigs begegneten wir zwei Straßenkünstlern, die wundervolle Seifenblasen zauberten. Kinder sprangen wie wild um die beiden herum und versuchten die Seifenblasen mit ihren Händen zu erhaschen. Es war ein buntes und fröhliches Durcheinander. Die Idee der beiden war so einfach wie genial, schenkte sie doch allen Passanten, wie umstehenden Schaulustigen und vor allem den umher tollenden Kindern einen kleinen Moment voller Freude und Glück.


Als die Künstler eine Pause einlegten gingen wir weiter, natürlich nicht ohne ein paar Euro in ihrem Klingelbeutel zu hinterlassen. Unser Weg führte uns durch die weltweit bekannte Mädlerpassage mit dem Auerbachs-Keller, aus dem der Legende nach ein gewisser Herr Doktor Faustus, den meisten wohl bekannt aus Goethes Faust, angeblich auf einem Weinfass hinaus geritten sein soll.

Man spaziert natürlich nicht durch eine der berühmtesten Leipziger Einkaufspassagen, ohne einen der zahlreichen Läden zu besuchen, die sich darin finden lassen. Also taten wir auch dies, wie in folgendem Bild zu erkennen ist. Wir haben das Geschäft auch nicht ausgeraubt, wie meine Mutter anschließend scherzhaft vermutete. Wir haben uns benommen wie ganz normale Menschen, die ganz normal einkaufen gehen, ganz normal als Hase und Kind eben. Die meisten Menschen haben uns freundlicherweise ignoriert, aber einige von ihnen haben auch etwas seltsam drein geschaut. Das ist aber nicht schlimm, denn mittlerweile habe ich mich an Blicke wie diese gewöhnt. :-)


Nun wollten wir aber endlich unser eigentliches Ziel in Angriff nehmen, nämlich die Hasenerstbesteigung des Uni-Riesen. Auf dem Weg zum Hochhaus rief plötzlich eine Stimme lauthals von rechts: "Umarme mich!" Ich schaute mich um und erkannte eine Gruppe junger Frauen, die wie sich herausstellte im Auftrag der Malteser unterwegs waren. Wir umarmten uns und unterhielten uns sehr angeregt fast eine Stunde lang über Gott und die Welt.


Nachdem wir uns von den jungen Damen verabschiedet hatten, ging es weiter und nach wenigen Minuten hatten wir unser finales Ziel vor Augen: Die Spitze des Uni-Riesen.




Bevor wir nach oben fuhren, machte ich noch schnell das obligatorische Hasenhochhausspiegelscheibenselfie und ein weiteres im Aufzug mit meiner Vanessa.


Oben angekommen genossen wir bei klarem Himmel und Sonnenschein den wunderbaren Ausblick über Leipzig, sowie weitere sehr nette Gespräche und Umarmungen.


Nach ungefähr einer Stunde hatten wir genug gesehen, geredet und Menschen umarmt und wollten so langsam nach Hause gehen. Unten auf dem Platz vor dem Hochhaus spielten Vanessa und ich noch ein wenig Fangen, während sie es eigentlich die ganze Zeit nur auf meinen Hasenbüschel am Hintern abgesehen hatte. Der Hugs Bunny findet sowas aber ganz und gar nicht komisch. :-) Wie wir da also herum turnten, kam plötzlich ein guter Freund aus alten Studientagen vorbei geradelt. Es war der Steffen, der an der Uni arbeitet. Leider hatte ich dieses Mal nicht die Zeit gefunden, ihn und seine Familie so wie sonst üblich zu Hause zu besuchen und prompt trifft man sich anderswo. Welch ein Zufall!


Nun wollten Vanessa und ich aber so wirklich langsam nach Hause. Auf dem Weg zurück zum Auto begegneten wir auf dem Augustusplatz noch diesem jungen Mann unten im Bild, dessen Namen ich mir leider nicht gemerkt habe. Er stand vor einem großen Truck, mit dem anscheinend Werbung für Persil gemacht wurde. Zum Glück hat er nicht versucht, mir Waschmittel zu verkaufen, und das obwohl mein Kostüm nach dem extrem verschwitzten Wochenende in Düsseldorf nun doch an einigen Stellen ein wenig seltsam zu schnuppern begann. Ich glaube, dass dies ein Wink des Schicksals war. Ich gelobe deshalb hoch und heilig das Kostüm vor dem nächsten Ausflug mit meinen eigenen Pfötchen zu waschen. Ich bin jetzt schon gespannt, ob es diese Prozedur überlebt.


Der Mann von Persil war sehr nett, aber seinen Namen habe ich mir wie gesagt nicht gemerkt. Vielleicht wäre dies ja eine gute Idee für die kommenden Ausflüge, dass ich mir die Namen der Menschen notiere, die auf meinen Bildern zu sehen sind, damit sie nicht mehr ganz so anonym bleiben. Mit diesem Bild hier fange ich an:

Pauline

Alles Liebe
Euer Hugs Bunny